Auf dieser Seite findest du die Geschichte der Schweizer Jugendfilmtage. Wenn du alle Filme entdecken möchtest, die seit 1979 im Wettbewerb gezeigt wurden, dann schau auf dieser Seite vorbei. Wenn du frühere Programmhefte, Trailer und andere Highlights entdecken möchtest, dann schau auf dieser Seite vorbei.
«Road to 50»
Nach einem erfolgreichen Pilotversuch 1976 starteten die Schweizer Jugendfilmtage (SJFT) 1977 offiziell in der Aula des Schulhauses Hirschengraben in Zürich.
Der Gründer Max Hänsli stemmte Organisation, Moderation und Jury in einem. Schon früh entstanden Kontakte zur UNICA (Union Internationale du Cinéma non professionnel), deren Medaille als die angesehenste und höchste Auszeichnung für Jugendfilme weltweit galt und fortan zu den zentralen Preisen des Festivals gehörte.
Die gezeigten Filme, meist auf Super-8 oder Normal-8 gedreht, reichten von humorvollen Geschichten bis zu sozial engagierten Werken zu Themen wie Arbeitslosigkeit, Generationenkonflikten oder Umweltschutz.
Ab 1980 wurden die Filme alterskategorienweise gezeigt und sowohl von einer Jury als auch vom Publikum bewertet, unterstützt durch schulische Programme und Fernsehsendungen wie „Super 8 sälbergmacht“.
Der Springende Panther wurde 1985 erstmals verliehen und entwickelte sich bald zum Erkennungszeichen der Schweizer Jugendfilmtage.




Max Hänsli: Pionier des Schweizer Amateurfilms

Max Hänsli (1933–2024) gilt als eine zentrale Figur der Schweizer Amateurfilm-Szene. Bereits 1943 begann er Filme zu drehen, zunächst im 9,5mm-Format und später in allen damals verfügbaren Formaten. Als einer der ersten weltweit nutzte er das Super-8-Format und prägte das nicht-kommerzielle Filmschaffen in der Schweiz.
Hänsli war 35 Jahre lang im Vorstand der Vereinigung Zürcher Film-Amateure (VZFA) aktiv, davon 26 Jahre lang als Präsident, und leitete viele Jahre den Schweizerischer Berufsverband Film- und Audiovisualwirtschaft (BSFA) sowie die UNICA, den Weltverband der Amateurfilmer*innen. Unter seiner Leitung fanden drei UNICA-Veranstaltungen in der Schweiz statt. Er unterstützte aktiv junge Filmschaffende, organisierte Klubabende für bis zu 300 Personen, hielt Spezialkurse und produzierte zahllose preisgekrönte Filme, darunter die 13-teilige TV-Serie ACHTUNG SUPER 8 und das Buch Achtung Super8.
Max Hänsli, Gründer der Schweizer Jugendfilmtage
«Es ist die Begeisterung eines Jeden, der sich mit dem Film (Video) beschäftigt und ich bin sicher, dass jeder Autor stolz darauf ist, wenn es an den Jugend-Film-Tagen Erfolg hatte»
Mitte der 1970er-Jahre erkannte Max Hänsli, dass Jugendliche ein enormes kreatives Potenzial besitzen. 1976 gründete er die Schweizer Jugendfilmtage, um jungen Menschen eine Plattform für eigene Filmideen zu geben. Sein Ziel war es, sie durch das Medium Film zu inspirieren, eigene Geschichten zu erzählen und Zeitdokumente ihrer Generation zu schaffen.
Hänsli entwarf die Panther-Trophäe als Symbol für den Übergang vom Amateur- zum Profifilm. Mit seiner Erfahrung, Leidenschaft und Weitsicht verband er technisches Wissen, didaktische Unterstützung und kreative Förderung. Die Schweizer Jugendfilmtage wurden so zu einem Ort, an dem junge Talente lernen, experimentieren und ihre Visionen präsentieren konnten.





Gesellschaftlicher Aufbruch und technologische Innovation
In den 1970er-Jahren befand sich die Schweiz in einer Phase gesellschaftlicher Öffnung. Nach der Einführung des Frauenwahl- und -stimmrechts 1971 gewannen Gleichberechtigung und Mitbestimmung zunehmend an Bedeutung. Jugendbewegungen forderten mehr Freiräume, alternative Lebensformen und kreative Ausdrucksmöglichkeiten.
Amateur-Filmemachen gibt es schon seit den Anfängen des Kinos, doch erst mit der Einführung der Super8-Kamera 1965 wurde es für Jugendliche und junge Erwachsene wirklich zugänglich.
In diesem Umfeld wurden 1976 die Schweizer Jugendfilmtage gegründet, um jungen Menschen eine Plattform zu bieten, auf der sie eigene Geschichten erzählen und die Veränderungen ihrer Generation kreativ dokumentieren können.
Politische und kulturelle Neuorientierung
Nach den Bewegungen von 1968, den internationalen Studenten- und Jugendprotesten für mehr Demokratie, Gleichberechtigung und kulturelle Freiheit, erlebte Europa eine Phase der politischen und kulturellen Neuorientierung. Junge Menschen forderten Freiräume für kreatives Experimentieren und gesellschaftliches Engagement. Kulturvereine, Filmclubs und Bildungseinrichtungen öffneten sich für Austausch und Experimente, während technologische Innovationen wie die Super8-Kamera neue Ausdrucksmöglichkeiten boten.
Die Schweizer Jugendfilmtage spiegelten dieses Klima wider, indem sie eine Plattform für junge Filmschaffende schufen, die gesellschaftliche Veränderungen reflektieren und dokumentieren wollten. So entstanden Filme, die die Hoffnungen, Visionen und Ideen einer engagierten Generation sichtbar machten.
FINTA-Personen bei den Jugendfilmtagen
In der Entwicklung der Schweizer Jugendfilmtage spiegeln sich die Entwicklungen und Herausforderungen des Schweizer Films und der Schweizer Gesellschaft. Lange Zeit waren FINTA Personen am Festival kaum vertreten: Die erste Frau gewann erst 1988 einen Preis, fast zwei Jahrzehnte nach der Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts (1971 auf Bundesebene, 1990 in allen Kantonen). Bis in die späten 1980er-Jahren war die Präsenz Weiblich gelesener und nicht-binärer Filmschaffenden zunächst nahezu vernachlässigbar, in den frühen Jahren gewannen nur sehr wenige FINTA-Personen Preise.
Über die 2000er- und 2010er-Jahre nahm die Teilnahme von FINTA-Regiepersonen stetig zu. In den 2020er-Jahren gewannen FINTA-Regiepersonen regelmässig bedeutende Preise, und dieser Trend setzte sich 2021 und 2022 fort. In den Jahren 2023 bis 2025 erhielten Jahr für Jahr mehrere Filme Preise, die von Frauen allein oder gemeinsam mit anderen Regisseur*innen realisiert wurden. Dies zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend in Repräsentation und Anerkennung.
Die Schweizer Jugendfilmtage bemühen sich zunehmend, insbesondere FINTA-Personen eine Plattform zu bieten. Das Festival will die Vielfalt zeitgenössischer Filmemacher*innen sichtbar machen und jungen Regisseur*innen die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten zu präsentieren.
Meilensteine der 1990er Jahre

Die frühen 1990er-Jahre markieren einen wichtigen Wandel bei der Schweizer Jugendfilmtage.
1990 wurde das Festival Vortragssaal des Museums durchgeführt und durch das Erscheinen eines gedruckten Programmhefts Ausserdem wurden für diese Festivalausgabe zum ersten Mal mehr Videoarbeiten als Filme eingesendet.
Zugleich offenbarte die neue Präsentationsform auch neue technische Herausforderungen. Auffällig ist, dass 1991 keine UNICA-Medaille vergeben wurde, ein Zeichen dafür, dass die Jury die Qualität und künstlerische Reife der Einreichungen strenger bewertete. Stattdessen wurden gezielt Spezialpreise für herausragende Ansätze vergeben, etwa für das “schönste Filmpaar” oder den “kontroversesten Film”
1991 präsentierten sich die Jugendfilmtage inhaltlich und formal neu ausgerichtet. Die Jury hob besonders die experimentelle Auseinandersetzung mit Bild und Ton hervor. Anstelle einfacher Erzählformen entstanden eigenständige filmische Arbeiten, die Identität, Wahrnehmung und gesellschaftliche Fragestellungen ernsthaft reflektierten.



Im Rahmen des 700 Jahr-Jubiläums der Eidgenossenschaft (1291-1991) stiftete der Kanton Zürich einen Sonderpreis unter dem Motto „Der Staat sind wir“. Voraussetzung für die Teilnahme war ein klarer thematischer Bezug zu staatlichen Strukturen, demokratischen Prozessen und gesellschaftlicher Mitverantwortung.
Der Projektauftrag verstand sich nicht als feierliches Jubiläumsthema, sondern als sozialkritischer Impuls. In Zusammenarbeit mit den Schweizer Jugendfilmtagen realisiert, jedoch mit eigenständiger Jury, stand der Sonderpreis auch Projekten offen, die ausserhalb des regulären Festivalwettbewerbs entstanden waren. Zahlreiche Schulgruppen beteiligten sich und zeigten eindrücklich, wie differenziert junge Menschen politische Themen filmisch umsetzen können.

Meilensteine der 2000er Jahre
Im Jahr 2004 erreichte das Festival erstmals über 1’000 Besucher*innen und fand in der Roten Fabrik in Zürich statt. Das Kulturzentrum beherbergt seit den 1980er-Jahren alternative Formen von Kunst, Theater, Musik und Film.
Entwicklung des visuellen Auftritts
Bis in die frühen 2000er-Jahre gab es für die Schweizer Jugendfilmtage kein offizielles Festivalplakat. Das Festival trat vor allem durch Programme, Flyer und Texte in Erscheinung, nicht über ein wiederkehrendes visuelles Symbol. Erst mit dem wachsenden Anspruch an Wahrnehmung und Sichtbarkeit entstanden in den 2000er-Jahren erste Plakate und grafische Auftritte, die das Festival auch visuell als Ort jugendlicher Filmsprache zeigten.
Über die Jahre bildete sich ein klarer, wiederkehrender visueller Stil heraus: Die Entwürfe spiegelten die Experimentierfreude, typografische Offenheit, Farben mit Signalwirkung und die Energie junger Filmemacher*innen wider. Die Gestaltung wuchs mit dem Festival, ohne dass ein starrer Corporate Look entstand.
Seit 2017 gibt es ein prägendes Key Visual-Prinzip: Jedes Jahr entsteht das visuelle Sujet aus einem Filmstill aus dem Wettbewerbsprogramm des Vorjahres. Dazu kommen ein charakteristischer Glitch-Effekt, eine reduzierte Farbenpalette (meist zwei Farben) und der unverkennbare Pantherkopf als Emblem – gemeinsam formen diese Elemente den unverwechselbaren grafischen Auftritt der Schweizer Jugendfilmtage, der Bildsprache und Festivalidentität verbindet.

Film Coaching
Seit 2003 unterstützen die Schweizer Jugendfilmtage mit dem Projekt «Film Coaching» junge Filmschaffende in der ganzen Schweiz dabei, eigene Kurzfilme zu realisieren.
Dieses Angebot richtet sich an Schulklassen und Jugendgruppen von 9 bis 19 Jahren: Erfahrene Filmprofis begleiten die Gruppen über 2,5 Tage, geben praxisnahe Tipps und helfen bei technischen und kreativen Fragen. Die Coachings sind für die teilnehmenden Gruppen kostenlos. Am Ende entsteht ein eigener Film mit der Chance, während des Festivals auf der grossen Leinwand gezeigt zu werden.
Das Film Coaching ist heute ein zentraler Bestandteil des Festivals: Es fördert nicht nur filmische Fähigkeiten, sondern auch Teamarbeit, Ausdruck und Selbstvertrauen bei jungen Filmschaffenden in der gesamten Schweiz.
Im Jahr 2008 wuchs das Festival mit über 1’300 Besucher*innen weiter und die Zahl der eingereichten Filme stieg auf mehr als 200, von denen 58 gezeigt wurden. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, zog das Festival in das Theater der Künste und das Kino Xenix in Zürich um.
ZKB: Hauptsponsorin & Publikumspreis
Alles begann mit dem Heben der Hände am Ende einer Filmvorführung.
1996 kamen die Stimmzettel dazu, zusammen mit ersten Gutscheinen für die Gewinner*innen.
Ein wichtiger Meilenstein folgte 2007: Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) stieg als Hauptsponsorin ein und führte den mit CHF 1’000.– dotierten Publikumspreis in allen fünf Kategorien ein.
Seither ist die ZKB eine zentrale Partnerin der Schweizer Jugendfilmtage und engagiert sich massgeblich für die Förderung junger Filmschaffender in der ganzen Schweiz. Der Publikumspreis ist bis heute der einzige Preis des Festivals, bei dem das Publikum aktiv eingebunden wird. Über Stimmzettel wählt das Publikum seine Lieblingsfilme und hat gleichzeitig die Chance, attraktive Gutscheine – etwa für Kino- oder Zoobesuche – zu gewinnen.
2024 ergab sich eine besondere Situation: In der Kategorie B kam es zu einem Gleichstand, sodass zwei Filme ausgezeichnet wurden.
Die ZKB hat seit 2007 CHF 96’000.– an den Filmnachwuchs vergeben.

Meilensteine der 2010er Jahre
Ab den 2010er-Jahren öffneten sich die Schweizer Jugendfilmtage zunehmend über die Landesgrenzen hinaus.
Seit 2012 sind die Jugendfilmtage Teil des Youth Cinema Network (YCN). Dieses Netzwerk verbindet Jugendfilmfestivals auf der ganzen Welt, fördert den Austausch und die Zusammenarbeit und macht junge Filmschaffende über Ländergrenzen hinweg sichtbarer. Damit wurde die internationale Vernetzung auch strukturell verankert.
2014 folgte mit dem Programmfenster „Land im Fokus” ein weiterer wichtiger Schritt. Seither wird jedes Jahr ein Gastland eingeladen. Die ausgewählten Filme bringen neue Perspektiven, Themen und Erzählweisen nach Zürich und ermöglichen direkte Begegnungen zwischen jungen Filmschaffenden aus verschiedenen Ländern.
2018 kam mit „Borderpass” ein weiteres internationales Projekt hinzu. „Borderpass” förderte die Zusammenarbeit junger Filmschaffender über Landesgrenzen hinweg und setzte ein Zeichen für Austausch, Mobilität und gemeinsame Filmkultur.
Borderpass
BorderPass war ein kostenloses Filmworkshop-Programm für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, organisiert von den Schweizer Jugendfilmtagen in Zusammenarbeit mit Dokumentarfilmfestivals auf dem Balkan: Dokufest Prizren (Kosovo), KREF Filmski Festival (Serbien) und Pravo Ljudski Filmfestival (Bosnien und Herzegowina).
Zwischen 2018 und 2021 fand das Projekt über drei Jahre hinweg statt, mit Workshops nacheinander im Kosovo, in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien. Ziel war eine nachhaltige, grenzüberschreitende Partnerschaft, die Jugendlichen einen langfristigen Einfluss auf ihre kreative Entwicklung bot.
Kern des Projekts war die gemeinsame Produktion von Dokumentarfilmen zum Jahresthema: Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren aus der Schweiz und den Gastländern setzten sich mit Identität, Heimat, Fremde und gesellschaftlichen Stereotypen auseinander. Sie wurden dabei von Expert*innen aus der Schweiz und dem jeweiligen Gastgeberland inhaltlich und technisch begleitet. Für Schweizer Teilnehmende lag ein besonderer Fokus auf Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Das Projekt förderte kreatives Arbeiten, interkulturellen Austausch und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und bot den jungen Filmemacher*innen eine internationale Plattform für ihre Arbeiten.
So sind die Schweizer Jugendfilmtage nicht nur zu einem Ort für nationale Talente geworden, sondern auch zu einem Fenster zur internationalen Jugendfilm-Szene.

Die Zahl der eingereichten Filme stieg kontinuierlich: Für die 39. Ausgabe 2015 wurden aus 273 Einreichungen rund 47 Wettbewerbsbeiträge ausgewählt und gezeigt.
«Klappe Auf!» & SRG SSR

«Klappe Auf!» Pitching-Competition.
Seit 2016 unterstützt die SRG SSR die Schweizer Jugendfilmtage als wichtiger Medienpartner.
Besonders hervorzuheben ist das gemeinsame Projekt «Klappe Auf!», das es jungen Filmschaffenden ermöglicht, eigene Filmideen umzusetzen und zu professionellen Kurzfilmen zu entwickeln.
«Klappe Auf!» bietet die Teilnehmer*innen zudem Workshops, Pitching-Möglichkeiten vor Publikum und Jury sowie Networking mit Profis aus der Filmbranche. Durch diese Initiative werden junge Talente gefördert und ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Meilensteine der 2020er Jahre

Die Auswirkungen der COVD-19-Pandemie führten 2020 zu weitreichenden Einschränkungen für Veranstaltungen, Kultur und Versammlungen. Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, sah sich das Schweizer Jugendfilmfestival eine Woche vor Beginn gezwungen, seine Präsenzveranstaltungen abzusagen und auf digitale Lösungen umzustellen. Dank der Hilfe von Freiwilligen und der Begeisterung der Filmemacher*innen konnte eine Streaming-Plattform eingerichtet und verschiedene Austauschformate über soziale Medien geschaffen werden. Somit waren die Jugendfilmtage das erste Filmfestival, das während des Lockdowns stattfand.
Auch bei seiner 45. Ausgabe im Jahr 2021 setzte das Festival weiterhin auf eine Online-Plattform und bot virtuelle Workshops, Filmvorführungen und Wettbewerbe an. Mit abwechslungsreichen Online-Programmen, guter Laune und tollen Filmen sendete das Festival live aus dem Jugendkulturhaus Dynamo. Trotz der fehlenden Begegnungen im Kinosaal und der eingeschränkten Austauschmöglichkeiten konnten junge Filmschaffende aus der ganzen Schweiz ihre Arbeiten einem breiten Publikum zugänglich machen. Trotz fehlender Begegnungen im Kinosaal und eingeschränkter Austauschmöglichkeiten konnten junge Filmschaffende aus der ganzen Schweiz ihre Arbeiten einem breiten Publikum zugänglich machen. Mit 12’181 Online-Besucher*innen wurde dabei eine Rekordzahl verzeichnet.

Talent Camp
2021, anlässlich des 45. Jubiläums der Schweizer Jugendfilmtage, wurde das Talent Camp eingeführt, ein intensives Trainings- und Networking-Programm für junge Filmschaffende zwischen 18 und 25 Jahren.
Das Talent Camp findet seitdem jedes Jahr während dem Festival statt und bietet den Teilnehmenden 4 Tage lang die Möglichkeit, in die Filmproduktion einzutauchen, andere junge Talente aus ganz Europa zu treffen und von Profis zu lernen. Die Teilnahme ist kostenlos und auf 20 Teilnehmende begrenzt. Workshops und Masterclasses behandeln Themen wie Drehbuch, Sounddesign, Animation, Produktion und mehr.
Die Teilnehmer*innen erhalten einen Festivalpass, Zugang zu allen Filmvorführungen und können, wenn ausgewählt, ihre Filme im Filmprogramm «Newcomers Worldwide» dem Festivalpublikum präsentieren.
Ab 2022 konnten die Schweizer Jugendfilmtage wieder vor Ort erlebt werden und weiter wachsen.
Nach einem Jahr im KOSMOS (heute KINOKONI) zog das Festival 2023 an seinen aktuellen Spielort, das blue Cinema Abaton in Zürich. Es war das erste Mal, dass das Festival in einem Multiplex- Kino stattfand. Diese neue Spielstätte bietet modernste Technik, mehrere Säle und ein professionelles Umfeld.
2024 erreichte das Festival rund 3’000 Zuschauer*innen.
Seit 2024 werden auch Filme eingereicht, die künstliche Intelligenz nutzen.
Das Festival versteht KI als Werkzeug, ähnlich wie früher Super-8-Kameras, Videokameras oder später Smartphones. Jede dieser Technologien hat neue Möglichkeiten eröffnet. Auch KI kann neue Formen des filmischen Ausdrucks schaffen und den Zugang zum Filmemachen erleichtern. Insbesondere für junge Filmemacher*innen kann sie Barrieren abbauen und kreative Prozesse unterstützen. Gleichzeitig bleibt die Haltung klar: Technologie kann Kunst nicht ersetzen. Wie in der Vergangenheit ist das Festival offen für neue Entwicklungen und behält dabei eine klare Position zugunsten künstlerischer Kreativität bei.
