Les gagnant·e·s du 50e Festival Ciné Jeunesse Suisse
Catégorie A, jusqu’à 12 ans
1. MELODIE DER ANGST
Régie: Alexandra Günthard & Aline Rubenov (Zürich)
Angst hat einen schlechten Ruf, dabei steckt in ihr so viel Gefühl, so viel Energie. Mit feinem Gespür zeigen die Filmemacherinnen und Filmemacher, wie Musik ein zarter erster Schritt zur Überwindung von Angst sein kann. Eine einfühlsame Arbeit, die die Jury überzeugt hat.
2. Das grosse Rennen von Nonaco
Régie: Max Abegg & Beda Abegg (St. Gallen)
Im grossen Rennen ist alles erlaubt, und das merkt man. Die Filmemacherinnen und Filmemacher haben ein eigenes Universum erschaffen, voller Witz, Fantasie und unvorhergesehener Wendungen. Die Leidenschaft und der Spass sind in jeder Szene spürbar und haben die Jury begeistert.
3. Hallo Tod
Régie: Klasse 6b Küngenmatt (Zürich)
Was ist der Tod? Und was kommt danach? Die Filmemacherinnen und Filmemacher stellen sich mutig diesen grossen Fragen. Mit persönlichen Statements, verschiedenen Ausdrucksformen und dem Versuch, sich das Jenseits vorzustellen, ist ein Essayfilm entstanden, der die Jury beeindruckt hat.
Catégorie B, jusqu’à 16 ans
1. Kick it, Girls!
Regie: Livia Füchsel, Kim Häberling, Anaé Kalt, Paula Schihin, Ievdokiia Voichenko, Lea Pfaller (Zürich)
Es geht um Ehrgeiz, Ausdauer, Strategien – und manchmal ein bisschen Drama. Vor allem aber um junge Frauen, die wissen, was sie wollen: spielen, besser – und endlich ernst genommen werden. So kämpfen sie sich Schritt für Schritt vielleicht bis in die Weltspitze. Mit so viel Humor, Energie und Spielfreude erzählt, dass sich die Jury einig war.
2. Traumpost
Regie: Heilpädagogische Schule Affoltern a.A. (Zürich)
Berührend, verspielt, voller Sehnsucht und Wünsche. Ein gelungener formaler Mix nimmt die Zuschauer:innen in eine Welt mit, in der jeder sein kann, wer er zu sein träumt. Aus einem alltäglichen Anfang entfaltet sich eine originelle, vielschichtige Reise, auf der die Jury unbedingt dabei sein wollte.
3. L’intervalle
Regie: Regie: Françoise Pache, Clément Werly, Adilet Adzhilkulov, Aki Saito, Alpha Diallo, Anae Some, Arthur Teleki, Artur Sultanov, Aseman Amiri, Chloé Emma Fraternali, Elea Some, Fillan Broquin, Giulio Kirschmann, Hana Noble, Jizelle Manzano, Lucie Pierson, Miles Hetherington & Tamara Di Pasquale (Genf)
Nous les connaissons tous, ces moments du quotidien qu’on voudrait fuir à tout prix. D’autant plus agréable que, soudain – par un petit miracle – une échappatoire devient possible. Super drôle, original et bien réalisé – un film plein de plaisir, auquel le jury a tout simplement voulu assister
Catégorie C, jusqu’à 19 ans
1. consumed
Régie: Luc Vock (Zürich)
Mit grosser formaler Erfindungskraft und durch eine energische und vielschichtige Bild- und Tonsprache, vermittelt Consumed das Gefühl, von der Logik der permanenten Neuerung überwältigt und erdrückt zu werden. Daraus entsteht ein kraftvolles und verstörendes Kinoerlebnis.
2. 2050
Régie: Karen Klötzli (Zürich)
Mit Sensibilität und sicherem Umgang mit der Filmsprache entwirft die Regisseurin das Bild eines Zürich im Jahr 2050, geprägt von den Folgen des Klimawandels. Durch einen intimen und alltäglichen Blick lässt der Film eine zugleich beunruhigende und plausible Zukunft entstehen und regt dazu an, über das Verhältnis zwischen Umwelt und Alltag nachzudenken.
3. Astolfo nel fiume
Régie: Lisa Delbò, Selina Stampanoni, Rebecca Bernasconi, Ilaria Bosco, Neva Del Curto, Edy Sardei, Eva Consoli (Tessin)
Con poesia e la giusta dose di follia, le registe riescono a creare un mondo sospeso all’interno di un luogo altrimenti ordinario. La giuria ha ritenuto che questo film rappresenti un primo passo in una direzione capace di offrire, in futuro, risultati di grande interesse.
Catégorie D, jusqu’à 25 ans
1. Stones and their Whispers of old Stories
Régie: David Dragan & Noah Kohlbrenner (Zürich)
Es ist selten, einen Film zu sehen, der eine so einzigartige Handschrift hat. Mit seiner unkonventionellen Form hat er die Jury sofort gepackt und uns in beinahe vergessene Geschichten eintauchen lassen.
2. Haha Haha Ha!
Régie: Mahdi Hosseingholi & Mojtaba Zarghampour (Basel Stadt)
Dieser Film schafft es, grosse Themen auf das Wesentliche zu reduzieren. Mit absurdem Humor und zugleich spürbarer Brutalität zeigt er die Mechanismen eines autoritären Systems und die Menschen, die darin gefangen sind.
3. Là où se tondent les bêtes
Regie: Alexandre Schild (Genf)
Ce film nous a profondément impressionnés, de la puissance de son langage visuel à la précision de sa mise en scène. Il est particulièrement fascinant de voir comment il parvient à faire naître une tension intense à partir d’une situation très simple.
Catégorie E, étudiant·e·s en cinéma
1. Qui part à la chasse
Regie: Lea Favre (écal)
Il faut du courage pour parler d’un sujet comme celui-ci, et encore plus d’esprit pour le faire de cette manière. Avec beaucoup de finesse et un vrai sens du détail, la réalisatrice signe un film intelligent, joueur et remarquablement maîtrisé. Le jury a été unanime, et très fier de pouvoir décerner ce premier prix ce soir.
2. Disco D(e)ad
Regie: Lilly Di Rosa (CISA)
Un film che trabocca di energia, audacia e umorismoUna vera e propria lettera d’amore gettata in mare… ma che ha raggiunto la sua destinazione. Un film che osa, che pulsa e che già rivela una visione molto promettente da parte della regista.
3. 1:10
Regie: Sinan Taner (ZhDK)
Mit viel Feingefühl und Eleganz fängt dieser Kurzfilm einen einfachen Moment ein und macht daraus etwas zutiefst Menschliches. Ein Film, der ein Bild der Schweiz in ihrer ganzen Pracht zeichnet, mit einem bereits sehr ausgeprägten Blick. Witzig, intelligent und präzise, dieser Preis ist auch eine Art, Danke zu sagen: Danke, dass ihr uns aus unseren gewohnten Bahnen herausholt und uns etwas Neues bietet.
Prix du Public ZKB:
Catégorie A: MELODIE DER ANGST, Alexandra Günthard & Aline Rubenov (Zürich)
Catégorie B: Traumpost, Heilpädagogische Schule Affoltern a.A. (Zürich)
Catégorie C: 2050, Karen Klötzli (Zürich)
Catégorie D: Haha Haha Ha!, Mahdi Hosseingholi & Mojtaba Zarghampour (Basel Stadt)
Catégorie E: Qui part à la chasse, Lea Favre (Wallis, écal)
« Clap ! Clap ! » Pitching Competition
Fynn Gröber (Basel-Stadt)
Die Dreirosenbrücke in Basel. Zweimal jährlich treffen sich dort Bewohner:innen aus Gross- und Kleinbasel, um im spielerischen Ritual eine symbolische Nachbarschafts-Fehde in Form einer Wasserpistolen- bzw. Schnellballschlacht auszutragen. In Zeiten von Social Media, in denen Kriegsbilder, Gewaltausschreitungen und ausufernde Demonstrationen eine Omnipräsenz erlangt haben, verspricht dieses Dokumentarfilmprojekt eine spannende Ausgangslange. Die Brücke als Progonistin und Sinnbild vieler Metaphern bietet mit diesem skurrilen Stadtbasler Ritual eine grosse Spannweite unterschiedlicher Assoziationen, die der Regisseur mit seinem beobachtenden Blick einzufangen und zu diskutieren versucht. Die Jury ist vom Potenzial dieser filmischen Geschichte überzeugt und sieht die Herausforderung, die es für eine profundierte Auseinandersetzung mit dem Stoff anzugehen gilt. Aus diesem Grund ermutigt sie Fynn Gröber für sein Vorhaben und unterstützt ihn mit dem Pitching Award und Mentoring-Formaten seiner Wahl, um dieses auch technisch anspruchsvoll einzufangende Projekt erfolgreich umsetzen zu können.
Goldenes Bergli
Mund auf!
Regie: Linus Spiegel (Zürich)
Sieben animierte Filme, von der Primarschule bis zum Maturabschluss, und aus allen vier Sprachregionen der Schweiz durfte die Jury vom goldenen Bergli dieses Jahr sehen und war erfreut über die grosse Bandbreite an Techniken: Es wurde animiert mit Lego, Stoff, Papier, modellierten Figuren und sogar digitale 3D Umgebungen wurden kreiert.
Was die sieben Filme gemeinsam haben, ist eine grosse Freude am Animieren und am Erzählen, die in den Bildern und in den Stimmen der jungen Filmemacher*innen fühlbar ist – jeder Film hat seine Geschichte mit einem eigenen Charme erzählt.
Doch schlussendlich hat EIN Film die Jury überzeugt mit einer prägnanten Handlung und beeindruckendem Handwerk. Besonders schätzt die Jury an diesem Film, wie sehr eine Persönlichkeit und ein eigenständiger, kreativer Wille spürbar ist.
Das goldene Bergli geht an… « MUND AUF » von Linus Spiegel! Gratulation!
Prix Röstigraben
Due volte Su
Regie: Agnese Làposi
Wir haben uns für diesen Film entschieden wegen seiner kohärente und einfühlsamen Inszenierung, für seine Fähigkeit ein Gefühl von Vergänglichkeit einzufangen e per la capacità di spaziare tra lingue e luoghi e di rappresentare un’atmosfera originale e di mistero.